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Grauer Burgunder


Grauburgunder ist ein weiterer Vertreter aus der Familie der Burgundersorten und gilt trotz den rötlich-blau schimmernden Beeren als weiße Rebsorte. Die bisweilen sogar roten Beeren lassen aber ganz klar die Abstammung vom Pinot Noir erkennen. Der ursprünglich in Frankreich beheimatete Grauburgunder ist heute international recht weit verbreitet und auch unter den Namen Pinot Gris oder Pinot Grigio bekannt. Die größten Anbauflächen befinden sich jedoch in Deutschland wo er als Grauburgunder oder Ruländer bezeichnet wird.

Charakteristisch für Grauburgunder ist die milde Säure und der vergleichsweise hohe Alkoholgehalt. Die Weine haben eine auffällig goldgelbe Farbe, sind sehr gehaltvoll und mit einem voluminösen Körper ausgestattet. Es dominieren reife Fruchtaromen von Birne, Apfel, Pfirsich und Trockenobst. Aus Grauburgunder werden aber leider häufig nur sehr einfache Weine gekeltert. In Deutschland haben sich im Wesentlichen zwei Ausbaustile entwickelt. Traditionell wird Grauer Burgunder hier sehr reif und teilweise sogar mit edelfaulen Trauben geerntet. Diese Methode ergibt sehr schwere, süße Weine mit einer leichten Botrytis-Note, die unter dem Namen Ruhländer verbreitet sind. Seit den 1990er Jahren hat sich in Baden und der Pfalz aber auch ein modernerer Ausbaustil etabliert, der die traditionelle Methode zunehmend verdrängt. Die Trauben werden dabei wesentlich früher geerntet und es wird nur gesundes Lesegut verarbeitet. Die so hergestellten Weine werden meist als Grauburgunder vertrieben. Sie sind sehr elegant, besitzen einen höheren Säuregehalt, deutlich weniger Restzucker und sind als hervorragende Speisebegleiter hoch geschätzt.

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