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Spätburgunder


Spätburgunder auch bekannt als Pinot Noir (Frankreich), Pinot Nero (Italien), Blauburgunder (Österreich) oder Schwarzburgunder ist eine der ältesten Rebsorten der Welt und wird schon seit Jahrhunderten angebaut. Urheimat dieser Rebsorte ist das französische Burgund, wo sie von den Römern bereits im 14. Jahrhundert kultiviert wurde. Die Sorte ist als Edelrebe hoch geschätzt, denn einige weltberühmte Weine und nicht zuletzt der klassische Champagner sind aus Spätburgunder oder verwenden Pinot Noir als Hauptbestandteil. Grundsätzlich ist Spätburgunder eher in kühleren Anbauregionen, wie Deutschland und Teilen Frankreichs vertreten, findet sich aber auch in Österreich, Italien und sogar Übersee. Spätburgunder wird im Mutterland Frankreich als Pinot Noir auf fast 30.000 Hektar Rebfläche angebaut und zählt dort zu den bedeutendsten Rebsorten des Landes. In manchen Regionen wie der Côte d´Or, stellt sie sogar die einzige kultivierte rote Rebsorte dar. Aber auch außerhalb des Burgund, im Elsass und in der Champagne ist der Pinot Noir von größter Bedeutung, da er dort häufig als Weißwein gekeltert z.B. die Basis für den weltberühmten Champagner und andere edle Schaumweine bildet.

Der Siegeszug der Pinot Noir Traube setzt sich inzwischen weit über die Grenzen Frankreichs fort. So belegt der Spätburgunder z.B. in Deutschland mit rund 11.700 Hektar knapp 12 Prozent der gesamten Rebfläche und ist damit hierzulande die meistangebaute Rotweinsorte. Deutschland ist damit sogar der drittgrößte Produzent von Spätburgunder weltweit. Aber auch in punkto Qualität hat Deutschland in den letzten Jahren massiv aufgeholt. Inzwischen keltern deutsche Winzer aus Spätburgunder oft Spitzenweine die sich durchaus mit den berühmtesten Pinot Noirs aus Frankreich messen können. Die wichtigsten deutschen Spätburgunder Gebiete befinden sich in Baden, der Pfalz, Rheinhessen und Württemberg. Hierzulande wird  Spätburgunder aber nicht nur zu edlen Rotweinen verarbeitet, sondern auch sehr gern als fruchtiger Rosewein, wie z.B. Weißherbst und sogar ganz weiß als Blanc de Noir gekeltert.

Noch vor einigen Jahrzehnten waren die in Deutschland produzierten Spätburgunder Weine eher süßlich, blass und farbschwach,  mit niedrigem Alkoholgehalt und wenig Aroma. Inzwischen aber haben die deutschen Winzer massiv an der Qualitätsschraube gedreht, so dass die Spätburgunder von heute meist sehr kräftige, gehaltvolle und körperreiche Rotweine von großer Eleganz und mit einem komplexen Aromenspiel sind. Für viele gilt der Spätburgunder daher auch als wertvollster und edelster deutscher Rotwein. Traditionell ausgebaut ist Spätburgunder geprägt von Reife, Gerbstoffarmut und einer feinen Säure. Modernere Varianten haben meist eine kräftigere Rotfärbung, mehr Gerbstoffe (Tannine) und noch weniger Säure. Beide Varianten sind aber immer vollmundige, samtig-weiche Rotweine mit einem feinen und sehr breiten Aromenspektrum. Die typischen Spätburgunder Aromen reichen von Himbeeren, Erdbeeren, Schwarzen Johannisbeeren, Kirschen und Veilchen bis hin zu Hagebutten, Mandeln und Gewürznelken.

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