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Weinlexikon

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  • Merlot

    Merlot ist eine rote Rebsorte, die ihre Heimat in Frankreich hat und ursprünglich aus dem Gebiet um Bordeaux stammt. Deshalb ist es nicht verwunderlich dass der Merlot eine von sechs Rebsorten ist, die im berühmten Bordeaux Wein verarbeitet werden dürfen. Der Name des Merlot leitet sich ab vom französischen „merle“, auf Deutsch Amsel, was auf die Vorliebe der Vögel für die Merlot Trauben zurück zu führen ist.  Die Sorte ist frühreifend, unkompliziert und relativ ertragsstark, was wohl auch der Grund für den internationalen Erfolg und die großflächige Verbreitung sein dürfte. Gerade in den letzten Jahren zählt der Merlot gerade reinsortig ausgebaut zu den absoluten Trendrebsorten.


    Merlot Weine sind meist sehr weich und fruchtig mit ausgeprägten Aromen von Kirsche, Pflaume und Johannisbeere. Die Weine haben eine dunkelrote Farbe, einen relativ hohen Alkoholgehalt und sind in der Jugend den Cabernet Weinen sehr ähnlich. Merlot hat jedoch weniger Tannine und einen niedrigeren Säuregehalt was auch der Grund für das geringere Lagerpotential der Weine ist. Sie eignen sich daher auch besonders gut zum Ausbau in Barriques, was den Weinen eine längere Lagerzeit verleiht. Heute ist Merlot häufig ein sehr beliebter Partner in vielen Rotwein Cuvees, da er sich problemlos anderen Rebsorten wie z.B. Cabernet Sauvignon unterordnet und diese zugänglicher macht. Reinsortig werden Merlot Weine jedoch nur selten ausgebaut. Die wenigen Ausnahmen beschränken sich hauptsächlich auf Weine aus Übersee, aus dem Tessin oder auf bestimmte Gegenden in Frankreich. Jedoch werden gerade dort, wie z.B. auf dem legendären Chateau Petrus, aus Merlot einige der edelsten und weltbesten Weine hergestellt. Als Essensempfehlung zu Merlot eignen sich zum Beispiel Rind, Wild, Schmorgerichte, Edelgeflügel oder Hartkäse.

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  • Mittelburgenland DAC

    DAC ist eine kontrollierte Ursprungsbezeichnung aus dem österreichischen Weinrecht und steht für Districtus Austriae Controllatus. Die Vergabe des DAC Gütesiegels stellt hohe Anforderungen in Bezug auf zugelassene Rebsorten und den Ausbau der Weine. Auf diese Weise soll die unverwechselbare Charakteristik und der Wiedererkennungswert einiger besonders regionaltypischer Weine besser herausgestellt und abgegrenzt werden. Aktuell gibt es in Österreich neun Weingebiete mit DAC Zulassung, eines davon ist das Mittelburgenland DAC Gebiet.

    Das Mittelburgenland DAC Gebiet liegt im Zentrum des österreichischen Burgenlandes nahe der Grenze zu Ungarn. Mit etwas mehr als 2.000 ha Rebfläche gehört es zu den kleineren DAC Gebieten in Österreich. Mit seiner Nähe zum Neusiedlersee gehört das Gebiet um das Mittelburgenland noch zu den Ausläufern der pannonischen Tiefebene, von der es auch klimatisch geprägt ist: Heiße, trockene Sommer, moderate Niederschläge und kalte, trockene Winter.

    Die vorherrschende Rebsorte in diesem Gebiet ist der Blaufränkisch, weswegen das Mittelburgenland auch oft als Blaufränkischland bezeichnet wird. Nirgendwo sonst in Österreich finden sich für diese autochthone Rebsorte derart optimale Bedingungen, was die außerordentlichen Qualitäten aus dieser Region immer wieder unter Beweis stellen. Weine aus Blaufränkisch haben meiste eine intensiv rubinrote Färbung mit violetten Reflexen, sie sind sehr fruchtig und schmecken deutlich nach Brombeeren, Kirschen und Waldbeeren. Aber auch würzige Aromen sind vorhanden, sowie markante aber dennoch harmonische Tannine. Blaufränkisch bringt von Natur aus schon ein enormes Lagerpotential mit. Während schon die Basisweine ohne Probleme bis zu fünf Jahre lagerfähig sind, erreichen die im Holzfass ausgebauten Weine sogar Werte von bis zu 15 Jahren.

    Die Mittelburgenland DAC Weine werden nochmal in drei Kategorien unterteilt: An der Basis stehen die Mittelburgenland DAC Classic Weine. Die jüngsten Blaufränkisch Vertreter werden vorwiegend im Edelstahltank ausgebaut, sind sehr fruchtbetont und von feinwürzigen Aromen geprägt. Die Mittelburgenland DAC Weine mit Riedenbezeichnung sind etwas gereifter und kräftiger. Sie dürfen in gebrauchten Barriques ausgebaut werden und erhalten dadurch eine leichte Holznote. Für die Mittelburgenland DAC Reserve Weine sind sogar neue Holzfässer zugelassen. Die Weine reifen nochmals länger, sind entsprechend gehaltvoller und vielschichtiger. Kurzum, hier bekommt man die volle Blaufränkisch-Power und das Maximum was diese Rebsorte zu bieten hat. Alle drei DAC Varianten werden ausschließlich trocken ausgebaut und dürfen einen maximalen Restzuckergehalt von nur 2,5 g/l aufweisen.

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  • Mostgewicht

    Das Mostgewicht bezeichnet die Menge des Zuckers, der im Traubensaft gelöst wird. Der enthaltene Zucker beeinflusst direkt den Alkoholgehalt des Weins, und ist so eine wichtiger Indikator bei der Weinbereitung und für den Zeitpunkt der Lese. Je mehr Zucker vorhanden ist, desto höher liegt später der Alkoholgehalt im Wein. Etwa 16 Gramm Zucker ergeben später ein Volumenprozent Alkohol wenn die gesamte Menge Zucker vergoren wird. Der Zuckergehalt bzw. das Mostgewicht wird mit Hilfe eines Refraktometers oder Aräometers gemessen.  Hierbei wird gemessen wieviel schwerer (dichter) eine Einheit Most im Vergleich zu einer Einheit Wasser ist. In Deutschland wird das Mostgewicht in Grad Oechsle gemessen. Als Beispiel entspricht Traubensaft mit einem spezifischen Gewicht von 1,080 im Vergleich zu Wasser 1,0 einem Wert von 80 Grad Oechsle. In Österreich wird die Skala der Klosterneuburger Mostwaage genutzt. In Australien und Frankreich messen in Baumé und Amerikaner in Brix/Balling.

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  • Muskateller

    Muskateller ist eine der ältesten Kulturreben überhaupt und heute in vielen verschiedenen Variationen zu finden. Der Ursprung dieses Weins liegt wahrscheinlich in Kleinasien und wurde von dort durch die Griechen im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Von den Römern wurde der Muskateller als besonders edler Wein hoch geschätzt. Heute ist die Rebsorte fast auf der ganzen Welt zu finden. Zur Muskatellerfamilie zählen aktuell circa zweihundert verschiedene Varianten. Unter ihnen gilt der gelbe Muskateller, welcher in Frankreich Muscat Blanc, Muscat de Frontignan oder Muscat Blanc de Petits Grains genannt wird, als der edelste Vertreter seiner Gattung. Andere weit verbreitete Varianten sind der rote Muskateller, der Muskat-Ottonel oder der Mucat d´Alexandrie, der vor allem in Spanien, Sizilien und Portugal zu finden ist. Obwohl der Name eine Verwandtschaft vermuten lässt, haben Morio-Muskat und Muscadelle nichts mit Muskateller zu tun.

    Aufgrund der vielen verschiedenen Varianten ist auch das Farbspektrum der Muskateller Beeren sehr breit und reicht von blassgrün über rosa und goldgelb bis fast schwarz. Alle Trauben haben als Gemeinsamkeit den typischen, intensiven Muskat Geschmack. Muskateller ist damit einer der wenigen Weine bei dem sich das Aroma der unverarbeiteten Trauben im fertigen Wein widerspiegelt, das heißt, so wie die Traube schmeckt, so schmeckt später auch der Wein. Insgesamt sind Muskateller Weine würzig und hocharomatisch mit dem typischen Aroma nach Muskat Blüte. Sie werden nicht nur trocken, sondern sehr gern auch mit etwas Restsüße ausgebaut. Als ganz besonders edle Spezialität gelten deshalb auch die Süßweine aus Muskateller.

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