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Ratgeber: Wissenswertes über Rotwein

Unser Ratgeber liefert dir spannendes Hintergrundwissen, wertvolle Tipps und genussvolle Inspiration rund um das Thema Rotwein.


Rotwein – der Stoff um den sich Legenden ranken.

Ein Getränk der Götter, der Antike und legendär bis heute. Nicht ohne Grund machte Jesus aus Wasser keinen Energy Drink, sondern natürlich - Rotwein. Denn Rotwein blickt auf eine über Jahrtausendelange Geschichte zurück. Schon die Römer waren begeisterte Weinliebhaber und prägten maßgeblich die heutige Weinkultur in Europa. Was wäre auch ein römisches Gelage ohne feinsten Rebensaft. In der griechischen Mythologie gab es sogar eine eigene Gottheit für Wein. Dionysos, der Gott des Weins, wird oft mit Rotwein assoziiert. Dionysos galt als Beschützer der Weinberge und des Weinbaus. Er spielte eine wichtige Rolle in antiken Festivals, die dem Wein und der Fruchtbarkeit gewidmet waren. Auch in Kunst und Literatur wie zum Beispiel bei Picasso, Vincent Van Gogh oder Shakespeare spielen edle Rotweine immer wieder eine zentrale Rolle. Wir bei WEiNDOTCOM schließen uns dieser Tradition an und huldigen diesem wunderbaren Getränk. Bei uns kannst du fantastischen Rotwein online kaufen. Hier Im Lexikon informieren wir dich umfassend über Rotweine, rote Rebsorten und weiteres Wissenswertes zum Thema Rotwein. Denn wir finden: Guter Rotwein ist elegant, zeitlos und bietet unendliche Facetten. Ein Erlebnis für alle Sinne.

Tipps zum Genuss: So genießt Du edle Rotweine richtig

Wann? Bei jedem Anlass, der nach einem Hauch von Eleganz und Genuss verlangt. Ob zu einem festlichen Dinner, einem gemütlichen Abend zu zweit oder einfach zum Entspannen nach einem langen Tag. Ein guter Rotwein ist immer eine passende Wahl. Wir empfehlen einfach selbst zu testen um die verschiedenen Spielarten und Facetten zu entdecken.

Rotwein Ratgeber: Trinktemperatur & Wahl der richtigen Gläser

Wenn es um die richtige Trinktemperatur von Rotwein geht wird häufig von Zimmertemperatur gesprochen. Diese Regel hat sich in früheren Zeiten etabliert, als die Häuser noch nicht so gut beheizt und isoliert wurden. Tatsächlich, sind die bei uns heutzutage üblichen 21-22 Grad viel zu warm für Rotwein. Rotwein entfaltet sein volles Aroma bei einer Temperatur zwischen 16 und 18°C optimal. Immer populärer wird es sogar, besonders jüngere Rotweine leicht gekühlt zu servieren.

Serviere ihn in bauchigen, großen Gläsern, um die Aromen zu konzentrieren und das Aroma zu entfalten. Ein hochwertiges, möglichst mundgeblasenes Bordeaux Glas oder Burgunderglas reicht für den Einstieg völlig aus. Als Richtwert sollten diese ein Volumen von circa 500 ml haben. Vor dem Probieren empfiehlt es sich, den Wein darin kurz zu schwenken. So wird er mit Sauerstoff angereichert und entfaltet sein volles Potenzial.

Rotwein mit Korken oder Drehverschluss

Keine Frage. Rotwein mit Korken, das hat einfach Stil. Korken werden seit Jahrhunderten für Weinflaschen verwendet und sind ein Symbol für Tradition und Prestige. Es ist fast schon ein heiliges Ritual einen edlen Rotwein mit Korken langsam zu öffnen. Korken ermöglichen eine minimale Sauerstoffzufuhr, die dazu beiträgt, dass der Wein über lange Zeit reifen und sich entwickeln kann. Trotz dieser vermeintlichen Vorteile, geht die Verwendung des klassischen Korkverschlusses immer weiter zurück. Inzwischen tauchen immer mehr edle Rotweine mit Schraubverschluss am Markt auf.

Welchen Grund hat diese Entwicklung hin zum Schraubverschluss?

Korken können in ihrer Qualität variieren. Fehlerhafter Kork kann die Alterung eines Rotweins beschleunigen. Im schlimmsten Falle führt das dazu, dass der Wein ungenießbar wird. Er entwickelt einen muffigen oder modrigen Geschmack, auch bekannt als „Korkschmecker“. Zudem ist die Menge an Korkeichen und die Verfügbarkeit von qualitativ guten Korken sehr begrenzt.

Ein Drehverschluss oder Schraubverschluss bietet eine zuverlässige und gleichbleibende Abdichtung der Rotweinflasche. So wird das Risiko durch Korkschäden minimiert. Die Flasche lässt sich schnell und leicht öffnen und auch wieder verschließen. Zusätzlicher Vorteil: Mit Drehverschluss bewahrt der Rotwein über längere Zeit seine Frische und Jugendlichkeit. Dies kann, bei Bedarf durch rechtzeitiges Öffnen der Flasche oder Karaffieren kompensiert werden.

Die Kunst des Öffnens und Lagerns von Rotweinen

Das Öffnen einer Flasche Rotwein ist ein Ritual, das mit Bedacht ausgeführt werden sollte. Entferne die Kapsel, am besten mit einem Kapselschneider oder Kellnermesser. Anschließend wird der Korken langsam und vorsichtig herausgezogen. Es sollten keine Krümel im Wein zurückbleiben. Eventuell muss der Rand der Flasche gereinigt werden. Omas Korkenzieher mit dem Wurzelholzgriff sollte lieber in der Schublade bleiben. Es lohnt sich in einen gut funktionierenden Korkenzieher oder ein hochwertiges Kellnermesser zu investieren. Ganz ohne Equipment kommt das Öffnen bei einem Drehverschluss aus. Aufdrehen. Zack. Fertig. Gieße den Rotwein nun langsam in die Gläser und genieße jeden Schluck in vollen Zügen.

Für die Lagerung gilt: Dunkel, kühl und liegend. Bewahre deine guten Rotweine an einem Ort auf, der vor Licht und schwankender Temperatur geschützt ist. So bleibt ihre Qualität länger erhalten. Eine angebrochene Flasche kannst Du im Kühlschrank aufbewahren und mit einem speziellen Verschluss verschließen, um Oxidation zu verhindern. Die Vacu Vin Weinpumpe zieht den Sauerstoff heraus und verlängert so die Haltbarkeit einer geöffneten Flasche Rotwein.

Das Dekantieren von Rotwein ist eine Methode, um den Wein vom vorhandenen Bodensatz zu trennen. Außerdem wird er so mit Sauerstoff in Kontakt gebracht, was seine Aromen intensiviert. Dieser Prozess kann dazu beitragen, dass der Wein weicher und zugänglicher wird. Dies gilt insbesondere für kräftige, Rotweine die reich an Tannin sind. Dekantieren macht besonders Sinn bei bei gereiften Flaschen, in denen sich Bodensatz gebildet hat. Diese Krümel in der Flasche werden in der Fachsprache auch Depot genannt. Es kann jedoch auch dazu führen, dass zu junge Rotweine sich öffnen und zugänglicher werden. Generell eignen sich reife Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Bordeaux oder Spätburgunder gut zum Dekantieren. Beim Dekantieren ist es wichtig, den Wein langsam und vorsichtig zu gießen, um eine möglichst sanfte Belüftung zu gewährleisten. Hierbei gilt es zu vermeiden, dass der Bodensatz aufgewirbelt wird. So lässt sich guter Rotwein uneingeschränkt genießen.

Rotwein & Food Pairing: Die perfekte Kombination

Rotwein harmoniert wunderbar mit vielen Speisen, doch nicht jeder Wein passt zu jedem Gericht. Ein schwerer Amarone entfaltet sich ideal zu Wildgerichten oder gereiftem Käse. Wohingegen ein frischer Pinot Noir perfekt zu Geflügel oder Pilzgerichten passt. Auch zu Pasta mit kräftigen Saucen oder gegrilltem Fleisch ist Rotwein oft die erste Wahl. Und wer es ausgefallen mag: Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil kann mit einem samtigen Primitivo ein echtes Geschmackserlebnis sein.

Wie entsteht guter Rotwein? Der Weg von der Traube ins Glas

Für Rotwein werden blaue Trauben verwendet, deren Schalen während der Gärung mit dem Most in Kontakt bleiben. So erhält der Wein seine typische Farbe und Struktur. Die Wahl der Rebsorte, das Klima und der Ausbau im Keller (z. B. im Holzfass oder Edelstahltank) bestimmen maßgeblich den Charakter des Weins. Ein Rotwein kann fruchtig, würzig, tanninreich oder samtig sein – je nach Herstellungsmethode.

Die bekanntesten Rotwein-Rebsorten im Überblick

Hier ein kurzer Überblick über die bekanntesten roten Rebsorten. In unserem Weinlexikon erfährst du mehr über die einzelnen roten Rebsorten.

  • Cabernet Sauvignon – Kräftig, reich an Tannin, mit Aromen von Cassis, Zedernholz und Pfeffer.
  • Merlot – Weicher, fruchtiger Rotwein mit Aromen von Pflaume, Kirsche und Schokolade.
  • Pinot Noir (Spätburgunder) – Elegant, leicht, mit Aromen von roten Beeren und erdigen Noten.
  • Syrah/Shiraz – Würzig, kraftvoll, mit Noten von schwarzem Pfeffer, Brombeere und Schokolade.
  • Zweigelt – Fruchtig, leicht würzig, mit charakteristischer Kirschfrucht, Nr. 1 Rebsorte in Österreich.
  • Primitivo – Vollmundig, weich, tiefdunkel, mit Aromen von reifen Waldbeeren und Pflaumen.


Rebsorte oder Herkunft? Wie Rotweine auf dem Etikett benannt werden

Die Art und Weise, wie Rotweine auf dem Etikett bezeichnet werden, variiert je nach Weinbauregion und Tradition. In Deutschland und Österreich steht üblicherweise die Rebsorte im Vordergrund. In vielen anderen Ländern wird jedoch die Herkunftsregion als entscheidendes Qualitätsmerkmal genannt.

Deutschland & Österreich: Die Rebsorte im Fokus

In den deutschsprachigen Weinbaugebieten ist es üblich, die verwendete Rebsorte direkt auf dem Etikett anzugeben. So weiß der Verbraucher sofort, ob es sich um einen Spätburgunder (Pinot Noir), Blaufränkisch oder Zweigelt handelt. Diese klare Deklaration macht es einfacher, den Weinstil einzuschätzen. Etwa ob der Wein fruchtig und leicht oder kräftig und tanninreich ist.

Italien: Traditionelle Gebietsbezeichnungen bei Rotweinen

In Italien wird hingegen meist die Herkunft als Hauptmerkmal angegeben. Ein Barolo stammt immer aus dem gleichnamigen Gebiet im Piemont und besteht zu 100 % aus Nebbiolo. Ein Rosso di Montepulciano ist hingegen nicht aus der Rebsorte Montepulciano gemacht, sondern aus Sangiovese-Trauben aus der Toskana. Besonders bekannt sind auch Amarone della Valpolicella, ein kraftvoller Rotwein aus getrockneten Trauben. Bekannt ist auch der Chianti, der traditionell auf Sangiovese basiert.

Diese unterschiedlichen Bezeichnungssysteme können anfangs verwirrend sein, doch sie spiegeln die Philosophie der jeweiligen Weinregionen wider. Während Deutschland und Österreich auf Rebsortenvielfalt und Transparenz setzen, stehen in Frankreich und Italien Tradition und Terroir im Vordergrund. Wer sich mit den wichtigsten Regionen und Rebsorten vertraut macht, kann sich jedoch schnell zurechtfinden und gezielt neue Weine entdecken.

Wir klären auf: Mythen rund um Rotwein

Wir klären auf! Ist Rotwein wirklich verantwortlich für Kopfschmerzen? Oder vielleicht sogar gesund? Darf man Rotwein auch zu Fisch kombinieren? Jetzt wird den Mythen auf den Grund gegangen.

Mythos: Rotwein verursacht immer Kopfschmerzen

Viele Menschen berichten, dass sie nach dem Genuss von Rotwein Kopfschmerzen bekommen. Häufig wird dafür der Schwefelgehalt verantwortlich gemacht, doch das ist meist nicht die Ursache. Tatsächlich enthalten viele Weißweine sogar mehr Schwefel als Rotweine. Vielmehr sind Histamine, Gerbstoffe (Tannine) oder auch eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr während des Weingenusses für Kopfschmerzen verantwortlich. Wer empfindlich reagiert, sollte leichtere, tanninarme Rotweine probieren und ausreichend Wasser dazu trinken.


Mythos: Je älter der Rotwein, desto besser

Die Vorstellung, dass jeder Wein mit zunehmendem Alter besser wird, ist ein weit verbreiteter Irrtum. Tatsächlich sind nur bestimmte, hochwertige Weine für eine lange Lagerung geeignet. Viele Rotweine, insbesondere fruchtbetonte Sorten, sind darauf ausgelegt, jung getrunken zu werden. Mit der Zeit verlieren sie ihre frischen Aromen und werden flach. Hochwertige, tanninreiche Weine wie Bordeaux oder Barolo können jedoch durch lange Reifeprozesse an Komplexität gewinnen. Fazit: Ein guter Rotwein liegt im Auge des Betrachters und hängt von den Vorlieben ab. Viele Rotweine sind aber gar nicht für eine lange Lagerung gemacht. Deshalb im Zweifelsfall lieber noch einmal einen Fachmann oder Fachfrau konsultieren.


Mythos: Rotwein passt nur zu Fleisch

Während Rotwein klassisch mit Steak oder Wild assoziiert wird, gibt es viele Rotweine, die auch mit anderen Speisen harmonieren. Leichte und fruchtige Rotweine wie Pinot Noir oder Lagrein passen hervorragend zu Fisch, Geflügel oder vegetarischen Gerichten. Ein frischer Beaujolais ergänzt sich beispielsweise gut mit einem herzhaften Käsegericht, während ein samtiger Merlot zu Pasta mit Tomatensoße passt. Die Regel „Rotwein zu Fleisch, Weißwein zu Fisch“ ist daher längst überholt. Fazit: Erlaubt ist was Spaß macht und gefällt.


Mythos? - Rotwein ist gesund und verlängert das Leben

Rotwein enthält Antioxidantien wie Resveratrol, die mit positiven gesundheitlichen Effekten in Verbindung gebracht werden. Studien haben gezeigt, dass moderate Mengen Rotwein das Herz-Kreislauf-System unterstützen können. Allerdings hängt dies stark von der allgemeinen Lebensweise und der Ernährung ab. Zudem sind die positiven Effekte nicht eindeutig bewiesen, und übermäßiger Alkoholkonsum kann dem Körper schaden. Das ist Fakt. Unsere Strategie: Guter Rotweine in Maßen genießen und in einen gesunden und glücklichen Lifestyle integrieren.
Diese Mythen zeigen, dass es sich lohnt, Rotwein mit Offenheit zu begegnen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Genuss steht im Vordergrund – unabhängig von festen Regeln oder überlieferten Weisheiten.

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